clnfs die Verengung nicht durch die Tripperentzündung verursacht werde, hat Giktanneu a ) gründlich zu widerlegen gesucht.
Merkwürdig ist es freylich, dafs Verengungen der Harnröhre i) oft «ach gelinden Trippern,—— e) nicht an der eigentlichen Stelle des Trippers in der sogenannten Lacuna — 3),erst spät nach Trippern, und 4 ) an einer beschränkteren Stelle, als der Tripper einnimmt, entstehen. Verschiedene dieser Umstände lassen sich doch, meines Erachtens, leicht erklären, Wenn man annimmt, dafs Verengungen der Harnröhre, «wie mir es scheint, hauptsächlich durch eine Gewalt entstehen, welche der inneren Haut der Harnröhre bey einer Beugung des männlichen Gliedes wiederfährt. Die gröfste Schärfe od^r Spitze des Winkels nämlich trift bey einer solchen Beugung * *) des männlichen Gliedes gerade diese Stelle der Harnröhre, und verursacht durch ein iibermäfsiges Anziehen bey diesem Knicken (man erlaube mir der Deutlichkeit und Kürze wegen diesen Ausdruck), eine eigene Schwächung derselben. Alsö 1 ) „dafs eine Verengung oft auch nach gelinden Trippern entstellt', wenn sie nach den heftigsten nicht erfolgt”, läfst sich nun leicht erklären, denn gewöhnlich halte»’ diese gelinden Tripper lange an, lind geben dadurch oft genug Gelegenheit, dafs sich die chronische Entzündung vorzüglich an einem solchen geknickten Ste 11- chen fixiren, und Verdickung des Zellgewebes verursachen kann. Hingegen verbietet sich bey heftigen Trippern eins solche Knickung des meh- rentheiis geschwollenen, steifen Gliedes von selbst. Hier wiederfährt keinem Stellchen während der Entzündung so leicht ein solches Knicken, e),,Dafs Verengungen nicht an der eigentlichen Stelle des Trippers, das ist, in der Lacuna, entstehen”, ist nun auch sehr begreiflich, wenn wir annehmen,- dafs vorzüglich eine starke Beugung des männlichen Gliedes dazu 'Gelegenheit giebt. — Denn bey allen Beugungen des männlichen Gliedes bleibt ja die Eichel allemal ungeknickt. Vollkommen begreiflich wird zugleich die Ursache, warum gerade an derjenigen Stelle eine Veren
gt) Ara ang. Orte S. i 58 , Desgleichen Swedxaueb. über venerische Krankheiten, Wien, 1798. S. 1 Ö 2 .
*) Man betrachte nur Hunt er’ s Tafel, um sieb dieses deutlich vorzustellen.