Jahren Beschwerden zu erregen. 6) Die Steinsonde verräth keinen Stein.
7) Die Betrachtung der Gegend, in welcher der Patient lebte, ob in solcher Steine häufig Vorkommen, oder nicht. So ist z. B. nach Wi c h m a nn a ) Verhärtung der Prostata in. Hannover häufig, Stein hingegen unerhört.
8) Auch leiden solche Patienten nie diejenigen Schmerzen lange vor der Harnverhaltung, durch welche doch Steinkranke gewarnt werden.
Indessen schienen allerdings bisweilen die Zufälle der scirrhosen Prostata so täuschend, dafs man wirklich Personen lebenslänglich für Steinkranke hielt, in deren Leichnamen man eine scirrhose Prostata fand. Allein bey sehr genauer, oft wiederholter Untersuchung, wird ein Arzt, welcher eine richtige Kenntnifs von der Lage und Beschaffenheit der Theile besizt, doch nicht leicht in Ungewifsheit bleiben. Daher auch Girtan- ner nicht so »ganz Unrecht hat, wenn er die Untersuchung der Prostata durch den Mastdarm, vermittelst eines in Oel getauchten Fingers, das allersicherste und das einzige Kennzeichen nennt, wodurch sich die Geschwulst und Verhärtung der Prostata vom Blasensteine unterscheidet.
§. 106.
Larbaud c ) nimmt eine erbliche Anlage zur scirrhosen Prostata an, weil er eine Familie kennt, deren Sohne schon im costen Jahre davon ergriffen werden. "^®ie gewöhnlichste entfernte Ursache dieser
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Krankheit in unsern Zeiten da Crwtrtri venerisches Gift. Meistens leiden an ihr Greise, welche in früheren Jahren öfters an heftigen , gewöhnlich mit einer Anschwellung der Prostata verbundenen Trippern litten. Denn nicht leicht, ausser -wenn man ganz besonders in der Behandlung darauf Rücksicht nimmt, geht eine solche angeschwollene Prostata auf ihre ursprüngliche Gröfse wieder zurück. Ist folglich noch ein Best einer Geschwulst der Prostata nach einem Tripper zurückgeblieben, und der Pa-
a) Ideen zur Diagnostik. Band III. S. li.
i) Ueber die venerische Krsnkheit. Göttingen 1797. Kap. 16.
e) Sur les retrecissemens chroniques de i’urethre. Paris i 8 o 5 , p. 44 *