daher auch leicht vom Harne wieder scheidet, ja selten mit ihm eigent­lich vermischt zu seyn pflegt. 3 ) Bey der Nierenblutung ist meistens die Harnabsonderung kurz zuvor auf irgend eine Art gestört gewesen. Auch pflegt 4) im Durchschnitte, wegen der ungeheuer grofsen Nieren­arterie , in Vergleichung mit den sehr viel kleineren Blasenarterien, die aus den Nieren kommende Blutung auch sehr viel stärker, als die aus der Blase selbst kommende zu seyn. 5) Giebt Thoja noch eigene Versuche an, um das wahre Blut von dem scheinbaren bey dieser Gelegenheit zu unterscheiden a ).

§ 9 *.

Die Zufälle beym Blutharnen sind, vorzüglich nach der Menge des abgehenden Bluts und nach dem Grade der Empfindlichkeit des Kran­ken, sehr verschieden. Bisweilen findet man den Patienten, der so Etwas gar nicht erwartete, erschrocken und todtenblafs, ungeachtet das Blut weder in Menge, noch mit Schmerzen abgieng. Ja mir ist ein Fall be­kannt, wo ein 8ojähriger Mann blos vor Schrecken und Angst darüber starb. Gemeiniglich macht das aus den eigenen Gefäfsen der Blase quillende Blut, wie schon oben bemerkt worden, heftige Blasenkrämpfe mit allen ihren Folgen 12. $., Schmerz, Beängstigung, Uebelkeit, Ohnmacht und kalten Angst-Schweifs. Meistens empfindet der Leidende auch, aufser dem Ablassen des blutigen Harns, Schmerz und Brennen in der Gegend der Harnblase. Ja, die am Blasenhalse angeschwollenen Venen können durch Verengung h ), so wie die Klümpchen von geronnenem Blute, die vor oder in die Mündung der Harnblase gerathen, eine ernsthafte Harnver­haltung bewirken.

Nach Beil hat das Blutharnen gewöhnlich den Cliaracter des Typhus und der Lähmung, selten der Entzündung.

a) Lezioni etc. Ilter Band.

Mobgaoiu de sed. et caus, morb. Lib. 3,