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terung. Auch Hä morrhoidalbeschwerden, so wie auch Würmer im Darmkanale* * sah man dazu Veranlassung geben, so auch besonders noch Versetzung; der Gichtmaterie auf die Blase , welche als ein Reiz wirkt und sie in beständiger Zusammenziehung erhält. Eine verdickte, harte, gleichsam steif gewordene oder erstarrte Harnblase §. 75-. ist so oft. Ursache dieses Unvermögens, dafs sie Wiciimanjsi *) für die vorzüglichste Ursache erklärt. Fernere Ursachen sind ein Auswuchs der Prostata, welcher den Hals der Harnblase auseinandergesperrt erhält 68., Druck auf die Lendennerven oder Kreuzbeinnerven von sogenannten Gichtknollen §. 38., Druck auf das Rückenmark bey der Cyphosis , ein heftiger Fall in früheren Jahren aufs Mittelfleisch, Verletzung oder Zerstörung der engsten Stelle des Blasenhalses durch einen Catheler, oder durch ein Geschwür, welches diese Stelle um den Normalbau brachte, so auch ein Geschwür der Prostata 100. , welches sie zum Theil aufzehrte, und dadurch diese Stelle erweiterte.
§• 8 ,.
Ausser der Berücksichtigung der arthritischen Constitution, gegen welche die schon mehrmals angegebene Kur angewendet werden miifste, brauche man Aufschläge von eiskaltem Wasser auf die Schamgegend, oder steile die Flifse in eiskaltes Wasser (Girtanner), oder lasse kaltes Wasser darauf pumpen, oder wende auch das Tropfbad an, desgleichen Einsprützungen von kaltem Wasser in die Harnblase. Goulard lobt dazu sein Bleywasser, Andere einen Absud von Simaruba. Troja heilte einen solchen Kranken mit erweichenden Getränken und Einsprützungen, welchen er zulezt etwas Wundw r asser zusezte. Einsprützungen von lauwarmem Eibischabsud, durch welche man die Harnblase allmählig auszudehnen sucht, scheinen mir das vorzüglichste Mittel **). Um den etwa gelähmten Blasenhals durch sanfte Reizung der Nachbarschaft zu einer Le-
*) Ideen zur Diagnostik. III. B.
* ) Jesse Foot praktische Fälle vom Nutzen der Einsprützungen in den Krankheiten
der Harnblase, nach der 2ten Ausgabe iibersezt von A. H. M e x n e k e. Berlin 1804.