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dafür aber in der Folge, gerade durch eben diese Theile, peinlichst bestraft werden?

Sind sie es nicht, die in der Jugend gemeiniglich am sorglosesten den Ausführungskanal des Harnes eigenen Uebeln aussetzen , deren Folgen selten so unbedeutend sind, als es ihr Leichtsinn wähnt, und als es ihnen Freunde, ich will nicht sagen Aerzte, versichern, die sich durch Verschweigung trauriger Wahrheiten ihnen beliebt zu machen suchen ?

Sind sie es denn nicht, die durch Stand, Vermögen oder Wür­den, alles, folglich auch die verlorne, oder geschwächte Gesundheit dieser Theile erzwingen zu köimeii glauben, somit den Rath, auch des besten Arztes , selten regelmäfsig und vollständig befolgen, und daher auch selten sich gründlich und gänzlich vor den Folgen jeuer Uebel sicher stellen lassen? Sie befriedigen sich meistens mit er­träglicher Beruhigung jener Gifte, und glauben dem Arzte nicht, der sie vor der Wutk derselben beym Wiederregewerden, treulich warnte.

Wer von uns, im Dienste Aeskulaps Graugewordenen , kann sich rühmen, unter dieser Klasse von Männern besonders Folgsame gehabt zu haben ?

Sie finden freylich einige Entschuldigung ihrer Unfolgsamkeit, in dem Wunsche, die unangenehmen Gefühle, und lästigen Erinne­rungen über den Ort und die Ursache ihrer Plage abzukürzen, und je eher, je lieber zu vergessen.

Wahrscheinlich trägt auch der Unrechte Gebrauch, und die mannigfaltigen Versehen, bey den dermalen fast allgemein gebräuch­lichen Einsprützungen gegen Schleim wegtröpfelungen (Blennorrhoen), welche sowohl von Seiten des Arztes, als, der Kranken be^an^en werden, vieles dazu bey, dafs Folgen davon, das sind Krankhei­ten der Harnröhre und Harnblase, in unsern Zeiten häufiger Vor­kommen.

Betrachten wir gegenseitig Männer aus höheren Ständen, welche