türliche Schaale oder Bedeckung des Obstes nämlich gestattet, aufser den wäfsrigen Theilen, wahrscheinlich sowohl die Verflüchtigung mancher der Entwickelung des Zuckerstoffs nachtheiligen, als den Beytritt mancher ihr vortheilhaften Theiichen.

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Noch ein wesentlicher Vorzug dieser Veredelungsmethode des Weines darf nicht übersehen werden, nämlich dafs der Wein nichts Ton dem Glase in sich nehmen kann, folglich um so reiner bleiben mufs, dahingegen der in einem hölzernen Fasse aufbewahrte Wein, yon dem Holze fremde Theiichen an sich zieht, folglich mehr oder weniger zu einem Holzaufgusse (Infusum Ligni) sich umändert. Es läfst sich wohl nicht läugnen, (wie mich auch meine eigenen Ver­suche über Weinbildung in gläsernen Geschirren, als ich vor 30 Jahren am Rheine lebte, lehrten,) dafs der anfänglich sehr helle sogenannte weifse Wein zum-Tkeil seine dunklere Farbe von dem Holze des Fasses empfängt.

§ 20.

Diese Methode durch Abdünstung vermittelst einer thieri- schen Haut oder Rindsblase den Wein zu entwässern und zu ver- edlen, scheint sogar vorzüglicher als durchs Frierenlassen j denn

1) ist sie weniger umständlich, daher einfacher 5

2) ist sie reinlicher und netter 5

3) Was die Hauptsache ausmacht, so hat man es völlig in seiner Gewalt, den Wein gradweise um ein Zwölftel oder zur Hälfte oder um zwey Drittel zu veredeln, indem man am Glase von aufsen wahrmmmt, wenn der verlangte Antheil verflogen ist. Dafs dieses

' beym Frierenlassen nicht der Fall seyn kann, braucht keiner Erläu­terung.

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