ses, welches die Auffüllung oder eigentlich die Nachfüllung noth- wendig macht, indem bey Vernachlässigung derselben der Wein, besonders der Wein von mittelmäfsiger Güte, absteht oder verdirbt?
In jedem Falle wenigstens hindert in meinen Versuchen die Bedeckung oder Verschliefsung mit Rindsblase, die sogenannte Es- siggährung des Weines wahrscheinlich dadurch, dafs die Rindsblase den freyen Zutritt der atmosphärischen Luft vom Weine abhält.
Die trockenen hölzernen Wände eines zum Theil, z. B. halbleeren Fasses dagegen, vermögen nicht, in dem Maafse die atmosphärische Luft abzuhalten. Es beginnt also die Essiggährung, wenn man solche nicht durch beständiges Nachfüllen hindert.
§• 17 -
Es wäre vielleicht interessant, das zwischen der Blase und der Oberfläche des Weines befindliche Gas, in den verschiedenen Perioden der Verdünstung zu untersuchen.
§. 18 -
Hieraus läfst sich nun auch erklären, warum eingemachtes Obst, z. B. Kirschen, in einem mit Blase verschlossenen Glase nicht schimmeln, so lange die Blase nicht feucht oder geöffnet wird, sondern bis zur gänzlichen Austrocknung der Kirschen sich gut erhalten 5 weil nämlich durch die Blase blos ihre wäfsrigen Theile ver- dünsten, und die geistigen, nebst den salzigen, harzigen und gum- migen Theilen zurück bleiben.
Ferner läfst sich hiernach auch der gar sehr verschiedene Geschmack erklären, welchen getrocknetes und gedörrtes Obst annimmt, je nachdem es geschält oder ungeschält getrocknet wird. Die na-