raer gleich blieb, so entschlofs ich mich, diesen Versuch mit einer etwas gröfseren Quantität desselben Weines so anzustellen, dafs ich nach Verdünstung der einen Hälfte dieses Weines, die zurückge­bliebene andere Hälfte, von der k. Akademie der Wissenschaften prüfen zu lassen vermöchte.

Dem gemäfs that ich am 17. März des verwichenen Jahres in gegenwärtiges Glas, zwey gleiche Portionen Asmannshäuser Wein, vom Jahre achtzehnhundert und eilf, bemerkte, auf der äufseren Fläche des Glases, die Höhe der ersten und die Höhe der zwey- ten Portion mit einem Striche, verschlofs das Glas gehörig mit Rindsblase und liefs es in meinem Wohnzimmer, an einem den Sonnenstrahlen unerreichbaren Orte ruhig stehen.

Da nun bis heute den 27. Junius 1814* das ist, binnen einem Jahre und 102 Tagen die Hälfte des Weines verflogen ist, so will ich das Glas öffnen und meinen Hochgeehrtesten Herren Collegen überlassen, die vorhin angeführten Wahrnehmungen selbst zu prü­fen, und, falls sie nicht richtig befunden würden, zu verwerfen, oder wenn sie richtig befunden werden, durch ihr Ansehen vermittelst der Aufnahme dieses Aufsatzes in die Denkschriften zu bestätigen»

Zur Vergleichung mit dem durch Verdünstung zur Hälfte ver­minderten Weine dient der hier in einer Flasche befindliche, voll­kommen gleiche Wein, welcher auf gewöhnliche Art vermittelst ei­nes Korkstöpsels fest verschlossen, verpicht, und in einem kühlen Keller im Sande liegend aufbewahrt ward.

Jenen Wahrnehmungen zufolge zeigt sich nun der concen- trirte Wein:

I. Weder schimmelig noch kahmig.