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7) Zeigte dieser Wein nach meinem Aräometer *) achthun­dert Theile Weingeist, da der in Flaschen aufbewahrte nur vier­hundert Theile Weingeist anzeigte.

§ 4 -

Nach allem diesen zu schliefsen bestand die verflogene Hälf­te des Weines wohl nur aus Wasser, welches den ausgeschiedenen Weinstein vorhin in sich aufgelöst gehalten hatte.

Zu einer gewissermafsen analogen Probe, gofs ich zu einer Portion achtgrädigen Weingeist, eine nach dem Maafse gleiche Por­tion Wasser, und diese Mischung zeigte sich viergrädig,

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Weil aber die verhältnifsmäfsige Menge des Weingeistes ei­nes Weines, wegen der in ihm zugleich befindlichen salzigen, harzi­gen, gummigen und färbenden Bestandtheile, durchs Aräometer sich nicht bestimmen läfst, destillirte ich von dem nämlichen Asmanns- häuser Weine, eine Quantität, bis zur Trockenheit, und fand das übergegangene Flüssige zu einem Zehntel aus Alcohol bestehen.

Und damit die Verschiedenheit der Wärme-Temperatur zwi­schen diesem concentrirten Weine und ienem auf gewöhnliche Art aufgehobenem, keinen Unterschied in/vJömGeruche, dem Geschmacke * und der specifischen Schwere veranlassen könnte, hatte ich beyde Weine über 24 Stunden lang an gleichem Orte in gleicher Wärme erhalten.

§. 6 .

Diese Wahrnehmungen schienen mir merkwürdig genug, um den Versuch zu wiederhohlen, und da er sich in den Resultaten im­mer

) Denkschriften am angef. Orte, Seite 270,