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l'cft. Hingegen der mit dem Auflösungs-Mittel des Federharzes, dem Aether nämlich , verwandte Alkohol durchdringe ^ analogisch gar leicht in Dunstgcstalt das Federharz.

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Und so w r enig der thierische Stoff/vom Alkohol angegriffen

wird, oder von ihm dimJidvrrogeii, zersetzt und aufgelöst zu werden vermag, eben so wenig könne.,er in der Gestalt einer Haut von} Al-

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kohöl in Dunstgcstalt dnrendrtm ggn werden.

Das Auflösungs - Mittel der thierischen Häute hingegen, das Wasser nämlich, von welchem sie durchdrungen, zersetzt, gleich­sam .»Erschmolzen und aufgelöst werden, könne dem gemäfs auch in Dunstgestalt die Rindsblasen u. s. f. durchdringen.

Auf diese Art liefsen sich also diese Erscheinungen nach den Gesetzen der sogenannnten Wahlverwandtschaft dennoch erklären.

Nachtrag zu diesen Versuchen.

München den 15. December 1811.

Den 16. December 1809 nahm ich zwey, dem Ansehen nach, durchaus gleiche Gläser von sieben Zoll Höhe und einem Zoll Weite

und gefs in jedes derselben eine Unze des besten Schwefeläthers (Naphtha Vitrioli ).

Die Mündung des einen Glases Die Mündung des anderen Glases

verschlofs ich, genau, mit einer, verschlofs ich, genau, mit einer, aus Federharz gebildeten, etwa vorgängig gehörig eingeweichten, eine Viertel-.Linie dicken, Haut, doppelten, Rinds - Harnblase.

Beyde Gläser stellte ich an einen ruhigen , weder von Son-_

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nenstrahlen, noch von Ofenwärme erreichbaren Ort, in einem ^ge­schlossenen, gegen Norden gelegenen, hellen Zimmer.

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Nach