dafs unser Ornithocephalus in der Vorwelt diejenige Gegend des Erdballs wirklich bewohnte, in w r elcher ihn und seines gleichen die Nachwelt begraben fand, indem sich der Kalk allmählig auf seinen Leichnam Schichten bildend absetzte oder niederschlug. Wenigstens liefse sich auf diese Art die schieferartige Beschaffenheit des Sarito- phages, in welchem die Natur unsern Ornithocephalus aufhob, noch am fiiglichsten erklären.

§ 33 -

Die Vermuthung, dafs unser Ornithocephalus in der Gegend seines Grabes gelebt haben möchte, und der daraus für die Urge­schichte des Erdbodens überhaupt, so wie für die Urgeschichte Bayerns insbesondere sich ergebende höchst wichtige Umstand dafs nämlich damals die gegenwärtige Donaugegend ein heifses, süd­indisches Klima gehabt haben müsse, gewinnt sehr vieles an Wahr­scheinlichkeit, wenn man bedenkt, dafs die Unglücksgefährten unseres Thieres, welche an der nämlichen Stelle und in den nämli­chen Sohlenhofer Kalkschiefern begraben liegen, aus c o ro­man de lsch en Fischen, molukkischen Krebsen 4°) und süd­indischen Würmern bestehen.

Es sey mir vergönnt, nur dès neuesten, mir zufällig entge- gengekommenen, sehr deutlichen Beweises zu erwähnen.

Durch unseres Collegen, Hrn. Dekanus Redj/enbachers, Gefälligkeit erhielten wir kürzlich, aus der grofsen, in ihrer Art einzigen, gräflich P app enheimschen Sammlung von Versteinerun­gen, ausser, mit fast unversehrten Schalen sich zeigenden moluk-

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k o ) G. W. Knorr Sammlung von Merkwürdigkeiten der Natur und Alterthümer des Erdbodens, welche petriiieirte Körper enthält. Nürnberg. 17öS, pag. i 5 . Tab. XIV. Nro. 2.