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ten* Kalksteines, aus dem Schiefersteiubruchc bey Sollenhofen im obern Donaukreise, vollständig überlieferte, bemühte ich mich einen anschaulichen Begriff von dem Ganzen zu erhalten.
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Zu dem Ende entwarf ich eine Zeichnung, in welcher alle einzelnen Knochenreste nach genauer Ausmessung ihrer Länge und Dicke nicht nur eingetragen, sondern auch, so viel möglich, in ihre, ihnen ehemals natürlich gewesene Lage wieder zurück gebracht wurden, um nun mit einem Blicke das Ganze überschauen zu können. (Tab. VII.)
Die gewissen , auf dem Steine vollkommen deutlich erltennbaren Knochen sind in ganzen, die weniger deutlich erkennbaren. Knochen in punctirten Umrissen dargest^lt. In dieser bildlichen Darstellung unterscheidet sich demnach sehr leicht das wahre Bestimmte von dem muthmafslichen Unbestimmten.
Irre ich mich nicht, so beweist dieser anschauliche Entwurf nunmehr den Hauptsatz meiner Abhandlung auf Einmal in einem Ueberblicke des Ganzen, w r elchen die vorausgeschiekten Schilderungen der einzelnen Bruchstücke, nur nach und nach, stückweise beweisen konnten 5 nämlich :
„Das fossile Gerippe, welches gegenwärtiger Kalkschiefer „uns aus der Vorwelt überliefert, gehörte einem Fleder- „ mausähnlichen Thiere. ”
Im Systeme würde also dieses Thier der Ordnung der fliegenden Säugethiere oder den Chiropteris oder Alipedibus beygesellt werden müssen.
Unter den, schon im 22. §. genannten sieben Geschlechtern der Fledermäuse aber scheint dieses Thier 1) w r egen seiner langen gespitzten Schnauze, a) wegen seiner grofsen Augenhöhle, 3) we-
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