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Drittens, sagt Herr Collini: Betrachte man die langen Flü­gel, den Schwanz und die Hinterfüfse, so sollte man fast glauben, einige Aehnlichlleit mit einer Roussette oder Fledermaus zu finden. Allein der Schnabel und die Zähne machten, dafs man gänzlich diese Aehnlichkeit verwerfen müfste.Le bec et les dents font totalement rej etter cette resemblance heifst es ganz kurz und ganz kategorisch. Dafs diese beyden Eigenschaften Herrn Collini nicht hatten irre machen dürfen, wird sich von selbst ergeben, wenn ich in der Folge im 22. und 23! §. auf diese Knochen wieder zurückkomme.

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Viertens endlich schliefst Herr Collini: Das Vernünftigste 1 also, was man im gegenwärtigen Falle denken köi}ne, wäre : das Original dieses Thieres unter den Seethieren aufzusuchen. Schna­bel und Zähne schienen diese Idee zu bestätigen. Die allgemeine Organisation und Bildung eines Thieres nämlich, so wie die Ge­staltung seiner Theile müfste sich auf das Element, in welchem es zu leben, auf die Substanz, von welcher es sich zu nähren, und auf die Art, wie es sich gegen seine Feinde zu schützen habe, be­ziehen.

Diese letzte Muthmafsung unsers Verfassers, welche dieses Gerippe dem Ungeheuern Heere der Seethiere beygesellt, ohne dafs er sich näher erklärte, zu welcher Ordnung, oder zu welchem Ge- schlechtc, oder zu welcher Gattung desselben er es bringen würde, braucht wohl keine Widerlegung, sobald es höchst wahrscheinlich , wenn nicht ganz gewifs wird, dafs dieses "Thier ein Säugthier ge­wesen seyn müsse.

So viel über Herrn C o 11 i n is Beschreibung, Abbildung und Deutung dieses ihm räthselhaft gebliebenen, und von ihm unter die Seethiere verwiesenen Gerippes. Es wäre ungerecht und unbillig, seinen Scharfsinn, seine Kenntnisse, Genauigkeit upd Wahrheits­liebe

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