Dieses Knochenstück ist wohl in der Zeichnung, aber nicht im Originale in der Natur birnförmig, sondern vielmehr trichtere förmig. Es kommt, wie sich in der Natur vorzeigen läfst, in seiner Gestalt mit dem dritten Brustbeine eines Vespertilio murinus so ziemlich überein. Folglich ist dieser unrichtig gezeichnete Knochen Y wohl nichts anderes, als das mit den Ribben durch gewaltsame Zerquetschung aus seiner Lage gebrachte untere oder dritte Brustbein.
§• * 9 -
Seite 70: Avec ses deux pattes, ou ses deux bras pliants il a pu latéralement atteindre jusqu’à la distance de près de deux pieds.
Meinen Ausmessungen zufolge, fehlen an dieser von Herrn Colli ni angegebenen Länge der Flügel „fast zu zwey Fufs", selbst wenn sämmtliche Knochen derselben in eine gerade Linie gebracht werden, wenigstens noch vier Zoll.
§. 20.
Nach dieser Schilderung des Gerippes im Einzelnen und Ganzen beschäftigt sich Herr Collini mit Lösung der Aufgabe, zu welcher Classe wohl dieses Thier gehört haben könnte?
Ersten» bemerkt er sehr richtig: dafs der mit Zähnen besetzte Schnabel, der lange Hais, der Schwanz, die mit Klauen versehenen Hinterfüfse, nebst den langen Flügelknochen, dieses Thier aus der Classe der Vögel ausschlössen. Er hätte noch füglich die Zahl und Gestalt der Halswirbel, (denn die Länge seines Halses reicht ja nicht an die verhältnifsmäfsige Länge des Halses des Storches, des Straufses, des Schwanes), den Bau der Brust, und die Breite der Schulterblätter, als Kennzeichen, dafs dieses Thier kein Yogel war, hinzusetzen können.