Zweytens wirft Herr Collin i die Frage auf: Ob dieses Thier etwa ein uns unbekanntes Amphibium gewesen seyn möchte? doch ohne dafs er weiter etwas dafür oder dagegen sagte. Wirk­lich wüfste ich auch nichts, was sich mit irgend einer Wahrschein­lichkeit für die Idee, dieses Gerippe einem Amphibium zuzuschrei­ben, Torbringen liefsej ausser etwa seinen langen, mit fast einför­migen Zähnen besetzten Kiefern, welche einigermafsen den Kroko- dillenkiefern und Zähnen gleichen.

Herr G. Cuvier schreibt zwar von unserm Gerippe 6 ): La onzième ( sorte danimal fossil ) sera le reptile très- singulier , incrusté dans les schistes des environs dAichstadt, et dont M. C o 11 i n i a décrit un Squelette presque complet, conservé dans le Cabinet de Mann­heim. Il étoit petit, et paroit avoir joui de la faculté de voler, comme aujourdhui le petit lézard nommé

- dragon.

Allein, ich habe auch nicht den allermindesten Zweifel, dafs Herr Cuvier, bey seinen, die meinigen übertreffenden an­schaulichen Kenntnissen in der Zoologie, sobald er das Gerippe in der Natur gesehen hätte, es für das einer Fledermaus und nicht eines Reptile erklärt haben würde, weil ihn nur Collinis unvoll­kommene (wie ich sattsam gezeigt zu haben glaube) Beschreibung irre zu leiten vermochte.

Da ich aber ausser den drey Drachen in unserer akademi­schen Sammlung, Herrn Tiedemanns 7 ) treffliche Monographie

des

6) Extrait dun Ouvrage sur les Espèces de Quadrupèdes dont on a trouvé les osse- mens dans linferieur de la terre, an 9, 4to. pag. 6.

']) Anatomie und Beschreibung des Drachens. Nürnberg, 1810, 4 to. mit drey Kupfer­tafeln,

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