Bro mfield heilte in seinem, im 22.§. angeführten, Falle den Knaben in kurzer Zeit.

Behandlung der Hernia vaginalis.

§. 47-

Eine Hernia vaginalis erfordert, zufolge des im 24.* 25. 3-4. und 38. Hphen bereits Gesagten, nach gehöriger Zurückbringung, die Zurückhaltung, vermittelst eines soge- nannten Pessariums oder Mutterkranzes.

Zur Zurückbringung des Bruches ist meistens schon die horizontale Lage der Patientin im Bette, wodurch die Bauchmuskeln erschlafft werden, wie schon im 46. §. an­gegeben worden, hinreichend.

Da ferner meistens der Bruchsack dieser Hernia von der hinteren Wand der Scheide gebildet wird, so ist auch mehrenrheils die Lage der Patientin auf dem Rücken, mit höher als die Brust liegendem Hintern, und etwas ange­zogenen oder ausgestellten Beinen, die schicklichste Befin­det sich der Bruch mehr zur Seite als hinten, so legt sich die Patientin auf die Seite des Bruches, um gewissermaßen das im Bruche Enthaltene auszuschütten. Richter *) sagt; Ist der Bruch zwischen der Blase und der Gebär­mutter durchgedrungen, so würde ich die Kranke auf den Rücken legen lassen, weil sich in dieser Lage die Gebärmut­ter gegen den Mastdarm senkt, und daher die Zurückbrin­gung des Bruches weniger hindert. Zn dem Falle hinge­gen, wo der Bruch zwischen dem Mastdarme und der Gebärmutter befindlich ist, würde ich, aus gleicher Ursache,

die

) Abhandl. v. d. Brüchen. Göttingen. 1799. Kap.40. S.721.