lassen, dem Eis.Auflegen, den Abführungen u, s. f., be« sonders noch erweichende Klystire, und bey Frauen erwei­chende Einsprützungen in die Scheide, welche man so an­wendet, daß sie nicht sogleich wieder abfließen können.

Smellie sah in den schon angeführten Fällen ein paarmal, daß sich solche Herniae perinaei während der Schwangerschaft und Niederkunft einklemmten. Um die­ses zu verhüten, drückte er, bey der nächsten Entbindung einer solchen Patientin, nachdem sich die Wasserblase ge­bildet hatte, den Darm mit der in die Scheide gebrachten Hand über das Kreuzbein (pushing tlie intestine9 abo- ve the os sacrum), sprengte die Wasserblase, und ent­band die Frau glücklich, weil in dem Augenblicke der Kopf des Kindes durch die Scheide drang. Im zweyten Falle brach, kurz vor der Niederkunft, die faustgroße Vruchge- schwulst auf, es floß blutiges Eiter heraus, der Schmerz verschwand, das vorgetriebene Stück Darm wich in die Bauchhöhle zurück, die Frau wurde glücklich entbunden, und erholte sich bald wieder; doch floß beständig etwas Feuchtigkeit aus einer kleinen Öffnung.

Helfen alle Mittel nichts, so schreitet man zur Ope­ration. Man schneidet die Haut über dem Bruchsacke auf die gewöhnliche Art ein, öffnet vorsichtig den Bruchsack, und sucht, falls sich das Vorgefallene nicht zurückbringen ließe, die zu enge Bruchpforte vermittelst des le Blanc'- schen Hakens zu erweitern, weil es gar zu bedenklich seyn könnte in dieser Tiefe einen Einschnitt zu machen, da oh­nehin die meisten hier befindlichen Theile, besonders die Fleischfasern des rnusculi Isvatoris am, welche die Pforte des Bruches bilden, eine solche Erweiterung ge­statten.