die Kranke auf den Ellenbogen und Knien liegen lassen. Jedoch da sich diese Brüche gemeiniglich sehr leicht/ und fast in jeder Lage des Körpers/ zurückbringen lassen; so hat der Wundarzt selten Ursache in Absicht der Lage sehr genau zu seyn.

Gemeiniglich ist jedoch zur Bewirkung des Zurückwei- chens des in einer Hernia vaginali Vorgedrängten / aus­ser der schicklichen Lage der Patientin/ zugleich die Ein­bringung von ein Paar Fingern in die Scheide erforderlich. Mit diesen Fingern streicht und drückt man das Vorge­drängte gegen/ und/ womöglich/ über das Kreuzbein hinauf oder seitwärts/ oder mehr vorwärts/ je nachdem der Bruch verschiedentlich vvrliegt/ und sich darbietet/ bis/ wenn Därme im Bruche enthalten sind/ man sie mit einem Gluchzen sich zurückziehen hört/ oder wenn ein Stück Netz im Bruche liegt/ man dasselbe gar nicht ferner fühle.

Man suche aber ja sorgfältigst alles Vorgedrangte aufs Genaueste zurückzubringen/ weil sonst das eingebrach- te Pessarium den Bruch einklemmen/ folglich mehr schaden, als nutzen könnte.

Erweichende Klystire und erweichende Einsprützungen in die Mutterscheide wird man wohl selten zur Unterstüz« zung der Taxis bey einer Hernia vaginali nöthig haben. Die Theile/ welche die Bruchpforte ausmachen und zu­nächst umgeben/ sind schlaff/ weich und nachgebend genug, und werden überdies von der Natur selbst gleichsam bestän­dig gebäht.

Daß sich Vaginalbrüche leicht zurückbringen lassen/ be­zeugen einstimmig alle Schriftsteller. Z. B. Günz schreibt von einem, dreyßig Jahre alten :facile restituta, so auch Heuermann, Stubbs, Hoin, Levret, Chaus-

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