I. LH. Klinkosch *) sah in einem 17jährigen Knaben in der Gegend der vasorum obturatoriorum einen Beutel (sinus), der zwey Zoll lang war, und ein Stück des Netzes und des Dünndarmes aufnahm.

CH. F. E s ch e n b a ch 1 2 ) hat diesen Bruch ebenfalls beobachtet.

G. Heuermann 3 ) schreibt:Ich habe ebener- maaßen auf der'rechten Seite bey einem weiblichen Cada- ver einen solchen Bruch gesehen, wovon noch gegen­wärtig das Präparatum aufhebe, weil selbige nicht täglich zu erhalten stehen; hiebey ward ich keine merk­liche Geschwulst nach außen gewahr, und fand eine Ver­längerung des Bauchfells, welche durch das ovalförmige Loch hindurch ging, und em ungefähr anderthalb Finger langes Stück des Dünndarmes enthielt. Der Sack des Bauch­fells von der Größe eines Hünereys war unter dem ersten und zweyten Kopf des Alusculus triceps und pectineu« gelagert; die Frau hatte sich niemals über merkliche Schmer­zen oder andere Zufälle beklagt."Hieraus", setzt der Mann hinzu"erhellet also, daß man an der Gegenwart dieser Brüche gar keine Ursache zu zweifeln habe, weil solche von so vielen bemerket worden, u. s. f.

Den neusten mir bekannten Fall erzählt L. I. B. Lentin 4 ). Ein alter Mann hatte einen Blasenbruch

1) in der zum Z.Z.angeführtenDissertation S. 12. Note 20.

2) Observata quaedam anatomico-chirurgico-medica. Ro- stocli. 1769. 8. Obs. 33 .

3 ) Chirurgische Operationen. Kopenh. Vermuthlich 1764. ungeachtet 1773. auf dem Titel steht. §. 262. S. S76.

4) Beyträge zur ausübenden Arznepwissenschaft. Leipzig. 1804. S- 42.