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durch das eyförmige Loch ohne Harnbeschwerden. Nur wenn er die Blase ausgeleerrzu haben schien, konnte er durch ei­nen unschmerzhaften Druck auf diesen Bruch etwa eine Tasse voll Harn nachliefern; worauf die Geschwulst verschwand.

§. 20.

Aus diesen achtzehn Fällen, welche untern andern von so bewährten und großen Zergliederern als Hommel, Eschenbach, Klin-^kosch, Cassebohm, Camper, und Alb i n u s beobachtet worden, ergeben sich, als nicht zu bezweifelnde Resultat:

1 ) daß durch das eyförmige Loch des Hüftbeines, Einge­weide des Unterleibes und Beckens Darme oder die Harnblase vorgetrieben werden, folglich, daß diese Brüche existiren;

2) daß diese Vortreibungen die Eingeweide des Unter­leibs oder Beckens mit Recht den Namen von ä ch- ten wahren Kernüs verdienen, weil eben diese Anatomen wahre, vom Bauchfelle gebildete Säcke, an dieser Stelle antrafen.

Z) Weiber scheinen, ihres breiten Beckens wegen, den Brüchen des eyrunden Loches ausgesetzt *).

4) Doch kommen diese Brüche nicht blos bey Weibern, sondern auch bey Männern vor, wie Garengeo t's, Camp er's, Klinke sch e ns, und L entin'sFälle beweisen. Irrig schrieb daher M. Sellee a ) noch im Jahre 1769 : Cette liernle na ete vue quune fois chez 1homme.

1) Authenrieth's,Isenflamm'sundR0scnmüller'S Beitrage für Zergltederungskunst. 1L0Z. B. 2. p. 79Z.

2) Traitc des Hernies, Paris, 1789; page 80.