c) theils veranlaßt durch innere Ursachen, z. B. heftiges Erbrechen, starkes Niesen, oder Ge­schwülste im Unterleibe.

6) Daß diese Vortreibungen der Eingeweide des Unterleibs durch den Zwerchmuskel den Namen von wahren, ächten Brüchen verdienen, beweisen insbesondere die Fälle von Pyl, Macaulny und Cooper, auf welche die im 4ten §. angege­benen Definitionen eines Bruches ganz vollkommen passen. In einem Falle von Cooper, und in beyden Fällen von Macaulny nämlich, lagen die Eingeweide des Unterleibs nicht vom Bauch­felle entblößt, durch einen Riß oder Spalte deS Zwerchmuskels in die Brusthöhle gerathen, son­dern sie befanden sich in einem, vom Bauchfelle gebildeten, durch die blos von einander entfernten Muskelfasern des Zwerchmuskels dringenden förmlichen Bruchsacke, in der Brusthöhle, ge­rade wie dieses der gewöhnliche Fall bey In­guinal-, Crural- und Umbilical-Brüchen zu seyn pflegt.

6) Diese Brüche verdienen eben den Namen: hernia diaphragmatis, nicht thoracis, zufolge der strengsten Analogie der Benennungen: hernia inguinalis, cruralis, und umbilicalis, nicht nur um sie von den wahren herniis thoracis, bey welchen mit oder ohne pleura die Lungen oder das Herz Vordringen, zu unterscheiden, sondern auch weil sie nicht der thorax , sondern da- diaphragma als Pforte durchläßt.

7) Daß aber auch Zwerchmuskelbrüche ohne Bruch-