§. 7 -

Aus diesen angeführten Fällen ergeben sich folgende Resultate:

1) exiftiren wirklich solche Vortreibungen der Einge­weide des Unterleibs durch den Zwerchmuskel in einer der Brusthöhlen;

2) werden solche Vortreibungen der Eingeweide des Unterleibs öfter auf der linken, als rechten Seite angetroffen. Die Ursache hiervon scheint in der Le­ber zu liegen, welche, indem sich ihr genau die rechte Hälfte des Zwerchmuskels anschmiegt, eine solche Vortreibung der Därme in die rechte Brust­höhle hindert. Indessen beweist das Beyspiel von Macaulny, daß die Leber selbst als angebohrne Mißbildung, in der rechten Brusthöhle gelagert erscheint, und das Beyspiel von Bonn, daß auch neben der Leber vorbey Eingeweide des Unterleibs in die Brusthöhle gerathen können. Daher Ri- cherand (a.a.O. S. 467.) offenbar zu weit geht, wenn er Zwerchmuskelbrüche auf der rechten Seite für unmöglich halt.

3 ) Die Stellen des Zwerchmuskels, wo diese Vor­treibungen Vorkommen, sind gemeiniglich sein mus­kulöser Theil, seltener sein sehniger Theil, noch

' seltener sein Schlitz, in welchem der Schlund liegt (Fantoni und Schober), am seltesten wohl seine kleine Lücke, in welchem der sympathische Nerve liegt (St. Andre).

4) sind die Zwerchmuskelbrüche 3) theils angeboh- ren, b) theils erworben, durch äußere Gewalt, z.B. durch einen Stoß,. Fall, Druck,-oder Schuß;