niemals auf die Kur eines Bruches bey Frauenzimmern einlasse, ohne mir vor allem auszubedingen, daß sie fernerhin keine eigentlichen Röcke, ja selbst keine feste Schür­ze mehr anlegen. Ich für mein Theil war wenigstens noch nie im Stande, Brüche bey dem weiblichen Geschlechts auch durch die besten Bruchbänder so leicht zurückzuhalten, als wenn ich mit den Weiberröcken eine abgeänderte Ein* richtung treffen lies. Wurde hingegen die Kleidung mit Brüche behafteter Mädchen und Weiber so eingerichtet, daß Leibchen und eigentlicher Rock nur Ein Stück aus­machten, oder daß sie nach Art der Kinderwämmschen, oder langen Kinderkleider, oder der sogenannten jetzt mo- digen Chemisen, von den Schultern hinabhingen; so wurde mir die sichere Zurückhaltung eines Bruches sehr viel leichter. §. 90.

Da dieses Band sich als das beste gegen Nabelbrüche jeder Art, nach Überlegung und Erfahrung, bis jetzt bewie­sen hat, und den Bedingungen der Preisfrage am meisten entspricht; so will ich, nur um dem Vorwurfe der Unwissen­heit , Nachläßigkeit oder Unvollständigkeit zu entgehen, die vorzüglichsten, zu gleichem Zwecke vorgeschlagenen, Nabel­bruchbänder kurz anführen.

Das von Heister *) beschriebene und abgebildete Na­belbruchband ist wohl in neueren Zeiten wenig gebraucht worden.

Eben so wenig empfiehlt sich das von Alex. Mon- ro 1 2 ) dem Vater abgebildete, und von Benj. Bell 3 ) zum Theil copirte.

1) Institut, chirurgicae, Amst. 1750, Tab, XXIIII. Fig. 6.

2) Wooks, Edinburgh, 1781. Plate V. >

3 ) System of Surgery, Tome I. Tab. IV. Fig. 3 .