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Die bewährtesten Mittel zu diesem Zwecke sind: bey kleineren Nabelbrüchen ein, den Bruch zurückhaltender Kör­per, bey größeren die Ligatur.

Nabel-Schild.

§. 72.

Ist der Nabelbruch keinen halben Zoll hoch, und das Kind keine zwey Monate alt; so bediene ich mich, wie mehrere mir bekannte Ärzte, jederzeit mit der erwünschtesten Wrrkung folgenden Mittels.

Auf ein ovales, zwey bis drittehalb Zoll im längsten Durchmesser haltendes, zartes, weiches Leder, wird in der Mitte ein Knopf, das ist, eine der Größe des Bruches angemessene Halbkugel von Korkholz, mit Leder bedeckt, fest aufgenaht, und der Rand rings um diesen Knopf mit einem Heftpflaster bestrichen. Zudem man alsdann mit dem Finger der einen Hand die Erhöhung! deS Bruchs sanft in die Bauchhöhle drückt; so legt man mit der andern Hand das Pflaster so auf, das; der Knopf die Erhöhung des Na­bels vollkommen zurückhält. Dieses Nabelschildchen lasse ich gewöhnlich doppelt verfertigen, um erforderlichen Falls gleich ein frisches bei) der Hand zu haben. Die beste Pfla­stermasse, welche ich hierzu kenne, ist das Emplastrum adhaesivum der neuen, (nicht der alten) Pharmaco- poae Würtembergica, welches mit burgundischcn Peche versetzt ist. Leder ziehe ich der Leinwand vor; weil eS die Pflastermasse nicht durchläßt, auch williger sich der Nabelgegend anschmiegt. Korkholz scheint mir zum Knopfe vorzüglicher als Wachs, welches Platner *),

1 ) Iustitut, CLirurgiae, §. 80G.