nicht den gehörigen Druck anbrächten. O'ehme ') leitet, freylich ganz richtig, aus vernachläßigter Zusammendrük- kung eines etwas hervorstehenden Nabels den Nabelbruch her. Richter 1 2 ) in seinem neusten Werke über Brüche schreibt: „Ist das Kind sehr unruhig, so muß man die Nabelbinde, nach Absonderung des Nabels, noch einige Wochen liegen lassen; denn diese schützt, wenn sie gut angelegt ist, vor aller Gefahr eines Bruches." Daher wünscht G. I. van Wy 3 ), daß man die Kinder zur Verhütung der Nabelbrüche, wenn auch nicht gleich nach der Geburt, doch wenigstens nach dem Abfallen der Nabelschnur, einer ordentlichen chirurgischen Behandlung unterwerfe. Eine lange Erfahrung, spricht er, habe ihn belehrt, daß dergleichen Brüche sich im me r verhüten ließen; niemals, versichert er, habe er sie zum Vorschein kommen sehen, wenn er die gehörige Verhütungsmittel gebraucht hätte. Ich muß diesem erfahrnen Manne darinnen beystimmen, daß sich diese Nabelbrüche verhüten lassen, wenn ich auch in der Erklärung von ihm abweiche, und glaube, daß der wahre Ursprung der Nabelbrüche früher, nämlich schon während des Vorhandenseyns des Restes der Nabelschnur, eristire, daß folglich seine ganze zweckmäßige Behandlung mehr einen schon vorhandenen, kaum merklichen, Nabelbruch auf der Stelle heile, als einen noch gar nicht vorhandenen verhüte.
§. 66 .
Oben §. 35 nämlich bemerkte ich, einer Ursache der Nabelbrüche, wenigstens in den Ländern wo ich lebte,
1 ) a. a. £>• Seite 37 .
2) Wundarzneykunst 5 . Band. §. 533.
3 ) Preisschrift. S. 166.