Stoß oder sonstiger Unfall mechanisch auf ihn wirken kann; so scheint offenbar, wenigstens diese Art von Nabelbruch, in manchen Fällen einen Fehler in der Urbildung zu ver- rachen; ja man darf mit Wahrscheinlichkeit fortschließen, daß schon im allerersten Keime die Anlage oder wahre Ursache zu .dieser Art Brüchen eben so gut, wie zu einem sechsten Finger, wje zu den fingerhautartigen Anhängseln des Dünndarmes in der dritten Beobachtung, wie zu einem verschlossenen After in der vierten Beobachtung , wie zu jenem sonderbaren Fortsatze der Leber in der dritten Beobachtung, wie zum Doppelkinde und der übrigen Miöbildung in den Sandifortischen Fällen, beruhe.
Folglich gehört diese Art Nabelbrüche auch mehr zu den Misbildungen oder Monstrositäten, als zu den Krankheiten. Dieses erhellet noch besonders aus dem Umstande, daß solche angebohrne Nabelbrüche oft zugleich mit andern Monstrositäten Statt finden, wie bey Mery im zweiten Falle, wie bey San di fort in beiden Fällen, und auch bey mir in zwey Fällen. Sehr richtig bemerkte daher schon Mery ’), daß z. B. in dem einen seiner Falle, die Leber von sieben Zoll nicht wohl vorfallen konnte, da sie allein größer war, als die Mündung des Nabelringes, welche nur fünfzehn Linien im Durchmesser hatte. Da, her nennen auch die treflichen Männer Chopart und J Desault *) diesen Fall un vice cke conkornmtlon. ....
Zweitens unterscheiden sich diese angebohrnen ^ Nabelbrüche gar sehr von den nachherigen, in Ansehung ihres Bruchsackes, der nebst dem Bauchfelle nicht aus der
1) Memoires de l’Academie des Sciences de Paris. 1716.
2) Traite des maladies chirurgicales. Paris, an 4. page