Grade an Größe'zu, sondern zeigt, nach Art aller Narben, einen geringeren Wachsthum. Folglich leidet die Nabelgrube in dieser Lebensperlode weniger natürliche Veränderung, (changement naturel), als die ihm zunächst lie-: genden Theile ^les partie» les plus voisines). Daher findet man.das Nabelgrübchen bey Kindern und jungen Leuten verhältnißmäßig desto größer, je jünger sie sind. Der Umfang der eigentlichen Narbe des Nabels pflegt, nach vollendeter Ausbildung des Körpers, kaum drey bis vier Linien im größten Durchmesser zu halten, (Fig. 6.) falls auch der längste Durchmesser der Nabelgrube über einen Zoll hielte.
§. 22.
Der sehnige Striemen oder die weiße Linie der Bauchdecken, welcher nach vollendeter Ausbildung des Körpers, im besten, kraftvollsten Alter ebenfalls seine größte Voll- kommenheit erreicht, und unter der knorpeligen Spitze der Brustbeine anfangt, besteht hauptsächlich aus dichten Sehnenfasern, welche als Fortsetzungen der Sehnen, sehnigen Haute und Scheiden der Bauchmuskeln, vorn, gegen die Mitte des Unterleibes hin, nicht blos zusammenkommen, sich wechselseitig verweben und verflechten, sondern sogar, indem sie bis auf die entgegengesetzte Seite verlängert erscheinen, sich mannigfaltig kreuzen, und mit einigen ihrer Bündel und Fasern aufwärts, mit andern abwärts streichen, an dieser Stelle gleichsam noch einen Zuschuß von dichtem Zellstoffe besitzen. Um die lezten Reste der ehemaligen Nabelgefäße herum, zeigen sich etwas gebogene sehnige Fasern, welche die Spuren des ehemaligen Nabelringes ausmachen. Denn gewöhnlich zieht sich diese Stelle