§.

Mit dem zunehmenden Alter des Kindes/ wird im ganz natürlichen Falle, das Nabelgrübchen noch vertiefter, und zwar um desto mehr, je häufiger sich in dem Zellstoffe der Haut rings um den Nabel Fett ansammelt. Denn es tritt bey der Narbe des Nabels der Fall, wie bey allen Hautnarben, mit bedeutendem Verluste von Substanz, ein, daß sie in ihrem verdichteten, härtlichen, wenig nachgebenden Zellstoffe kein Fett aufnehmen, sondern lebenslänglich fett, los oder mager bleiben, folglich ebenfalls desto tiefer er« scheinen, je mehr sich zunächst um sie herum Fett anhäuft.

Je vertiefter die Nabelgrube durch das Fettwerden, der um ihn befindlichen Haut wird, desto faltiger oder runzlicher pflegt ihr Umfang, besonders an der tiefsten Stelle gegen den Mittelpunkt hin, zu erscheinen.

§. 20 .

Ein wohl gebildetes Nabelgrübchen pflegt schon bey Kindern oval zu erscheinen, so daß der längste Durchmes­ser desselben queer liegt, ungeachtet der Rest der Nabel­schnur, folglich auch das nach seinem Abgänge entstande­nen Närbchen, rundlicher ist. Die Ursache hievon liegt wohl in der allgemeinen Tendenz aller Hauptfelle des Unterleibes, der Queere nach zu laufen.

§. 21 .

Bis zu den Jahren der Mannbarkeit nimmt aber, mit der Ausbildung der Bauchdecken, des sehnigen Striemens, (den man die Unea alba nennt), der Muskeln, der Blut­gefäße, der Saugadern und des Bauchfelles, die Nabel- Narbe, und somit das Nabelgrübchen, nicht in gleichem