Haller (a. a. O. S. 18 .) gesammelt haben. Als Ursachen dieser Schließung, betrachtet H. v. Haller theils die sogenannte Derivation des Blutes, theils den Druck der vollen Leber, theils die Contractilität des Zellstoffes, welcher scheideartig diese Arterien an die Harnblase und an das Bauchfell heftet, theils die Veränderung des Kreislaufes des Blutes durch das Herz. Auch meinen Untersuchungen zufolge, ist Riola n's Meinung, daß nämlich die Nabelarterien sich vom Nabelringe weg zurückzögen, ungegründet, ungeachtet ihr Schulz, Tlirew, ja selbst Weitbrecht, beypflichten.
Je alter das Kind wird, desto mehr schwinden auch die Reste dieser Nabelarterien, so daß man in der Entfernung eines Zolles vom Nabel, nur mit Mühe ihre völlig soliden Reste deutlich darzulegen vermag.
H. 18.
Untersucht man die Nabelvene, die durch diese Stelle aus der Nabelschnur ln den Unterleib drang; so erscheint sie schon in den ersten, Wochen nach der Geburt, in ein solides, dichtes, seilartiges Wesen umgebildet, und in der Nähe des Nabels, zu einem sehr unbedeutenden dünnen Faden geschwunden. Denn das längere, ja lebenslängliche Ungeschlossenbleiben dieser Nabelvene, gehört zu den sehr seltenen Fällen, dergleichen ebenfalls Haller (EI e m e n t. Physologiae, Lib. 3o. Sec 1 . 1. §. 1 .) verschiedene zusammen getragen hat.
de des von Hallern herausgegebenen Selectus Dm. anat. §. xxi, welcher diese Arterien in einem vierzigjährigen Manne bis an den Nabel hin noch offen fand.