§. i5.

In diesem ganzen Processe bemerkt man durchaus mehr Wegnahme als Zufügung von Masse; daher auch im natürlichen Falle der Nabel gleich von Anfang als eine Vertiefung, keineswegs aber als eine Ebenheit, vielweni- ger als eine Erhabenheit erscheint.

t

§. > 6 .

Hierdurch werden im Allgemeinen die Sehnenfasern des Nabelringes, so wie die eigentlichen Reste der Blutge­fäße, ziemlich dicht an einander gedrängt.

§. » 7 -

Untersucht man ferner, insbesondere v on innen oder von der Bauchhöhlen-Seiteher, die Reste der Arterien, die durch diese Stelle in die Nabelschnur drangen, in Kin­dern von einigen Wochen oder Monaten/ besonders nach wohlgerathenen Einsprützungen; so scheinen sie nicht plötz­lich oder stumpf geschlossen, sondern von ihrem Ursprünge an, regelmäßig zusammengezogen, und schon in einer merklichen Entfernung von dem Nabelringe, nicht nur zu einem soliden Seile zusammengezogen, sondern selbst größ- tentheils geschwunden zu seyn. Gemeiniglich findet man den, zwischen der Urinblase und dem Nabelringe befindlichen, Theil der Nabelarterien, in den ersten Wochen völlig geschlossen und verdünnt. Denn daß die Nabelarterien länger, ja lebenslänglich offen bleiben, gehört zu den sehr unge­wöhnlichen Erscheinungen, dergleichen Böhmer *) und

i) Diss. resp. Bure hart, de necessaria funicuH umbi­licalis deligatione, wieder abgednrckt im fünften Ban-