Stande ist, die Arterien von dem'Nabelringe rein und nett abzusondern, oder sie ohne Verletzung von einander zu trennen. Der Rand dieses unteren Bogens ist daher weniger abgerundet, als der Rand des oberen Bogens, und überhaupt weit straffer. Diese Schilderung stimmt mit der Bonntschen oben angeführten Beschreibung vollkommen überein. Der Urachus-, welcher gewöhnlich sich dicht an eine von den Nabelschnur-Arterien schmiegt, laßt sich durch den ganzen Nabelring hindurch bis in die eigentliche Na­belschnur verfolgen.

§. 6 .

Untersucht man die Bauchmuskeln eines neugebohr- nen Kindes, sowohl von außen als innen; so findet man den sehnigen Striemen (linea a.lba), kürzer, schmaler und weicher, als in den einige Wochen oder ein Paar Monate alten Kindern, und den Nabelring ihren breitesten und stärksten Lheil ausmachend. Nur vorzüglich im Um- fange des Nabelringes entdeckt man deutlich ausgebildete Bündel von Sehnenfasern, welche selbst mit den zuneh­menden Jahren ferner nicht viel stärker werden.

§- 7 *

Die Nachbarschaft des Nabelringes, so wie der Na­belring selbst, und die Häute der Nabelvene und der Nabel­arterien, erhalten Ästchen von den arteriis epigastricis, welche sie selbst bis in den Nabelring hinein versorgen, so wie sich die Venen dieser Gegend in die venas epigastri- cas begeben. Übrigens habe ich, selbst nach wohlgerathe- ner Einsprützung der Blutgefäße mit der feinsten Cinnober- maffe, keine Blutgefäßchen weiter, als im Nabelringe