Folglich wenn man die sattsam bekannten Versuche, Beobachtungen und Erfahrungen über die geringe Empfindlichkeit der Lungen bei gesunden Menschen, (die man leider oft genug in den letzten Kriegen zu wiederholen Gelegenheit hatte) mit dem, was die subtilsten Untersuchungen ihrer Leichname zu lehren scheinen, zusammennimmt, so dürfte man wohl wagen zu behaupten: daß die Lungennerven vom Vagus nicht bis in's Zellgewebe der Lungen gelangen, sondern sich früher endigen.
In so fern stimmen wir also mit Scarpa überein, welcher S. z8. in dem angeführten Werke Tabulae neuro- logicae schreibt: „Nervi pneumonici stricte loquendo „— — haucl quid ein magnopere pro cellulosa vasculo- „ saque pulmonum textura creati fuerunt, sed pro Bron- „chiis maxime spiritusque canalidus." Denn die große Empfindlichkeit der größer» Aeste der Luftröhre, besonders anfangs oder zu oberst, ist ja unläugbar, so wie sich auch ihre Nervennetze deutlich genug Nachweisen lassen. Doch davon ist eigentlich hier nicht die Frage.
Wir kommen zum letzten Punkte der Preisaufgabe, welcher die Verbindung des N. Vagus mit dem Sympathischen - Nerven betrtfft.
Ungeachtet die Präparationen zur Lösung dieser Frage nicht leicht sind, sondern die monatlange Bearbeitung der Nerven des Halses vom Haupte an, erfordern, so vermag man doch hier zu bestimmten Resultaten zu gelangen, die um desto sicherer sind, da sie mit den Beobachtungen aller Vorgänger aufs beste harmoniren.
Auf der link, n Seite nehmlich haben wir deutliche Fäden vor uns, die am Halse sil on von dem N. Vagus abgehen, und sich mit den nervi» cardiacis vom sympathischen Ner-