kamen, so baden wir auch wahrlich nicht mehr nöthig, uns nach einsangenden Blut-Venen umzufthen, wie unsere Vor« fahren thaten, weil sie die Menge und Größe der Saugadem der Lungen nicht kannten, ja nicht einmal ahneten. Kurz, wer sieht nicht überzeugend in unfern Tagen ein, daß dieSaugadern der Lungen zu dem Geschäft der Einsaugung in ihrem Bezirke wegen ihrer Menge und Größe vollkommen hinreichen?

Fünftens: Allein, selbst in dem Falle, daß uns ein und andere der vorhergehenden Beweise abgingen, würden zur Begründung des Satzes: daß alle Einsaugung im Bezirke der Lungen ausschließlich nur durch ihre Saugadem geschieht- schon die Erfahrungen hinreichen, nach welchen man wirk­lich in Leichnamen die Saugadem der Lungen von den ans ihrem Bezirke cingesaugten Säften strotzend antraf. Wir wollen nur einige Beobachtungen der glaubwürdigsten Zer­gliederer aphoristisch anführen.

So fand Mascagni (in seinem angeführten große« Werke Seite 2l.) die Saugadem der Lunge in einem Ver- > gifteten mit der Luft gefüllt, die sich in der Brusthöhle, befand.

So fand E b e n d e r se l b e sie mit der Feuchtigkeit ge­füllt, welche, er in die Brusthöhle gespritzt hatte, und be­schreibt ganz der Natur getreu diese Versuche, welche freilich ^ vermöge der Natur der Sache nicht immer gelingen rönnen. Man sehe seinen I>roärorrre übersetzt in den Abhandlungen, für praktische Aerzte im zehnten Bande. S. 497.-

So fand Ebenderselbe die Saugadem der Lunge .