9o
G. F. Hildebrandt in seiner Jnauzural-Dissertation cie ku1inori1bus6c>tt!nA3e 17ZZ. S. 19. erklärte dieses Resultat für falsch, scheint aber im Jahre 1792, also zehn Jahre später, durch den 27 ryten tz. seines Lehrbuchs der Anatomie des Menschen, wo er ausdrücklich das Ge- gentheil lehrt, seine Behauptung stillschweigend zurück zu nehmen.
Ohne eine analogische Schlnßfolge für den menschlichen Bau aufzustellen, wollen wir nur im 'Vorbeigehen bemerken, daß auch dieser Umstand sich dem ersten Blicke auf eine Schildkröten-Lunge, deren Arterien und Venen mit verschieden gefärbten Massen in gleichem Grade angefüllt werden, so leicht und so auffallend verräth, als man es kaum nach dem mühsamsten Präparationen, Ausmessungen und Berechnungen im Menschen heraus zu bringen vermag. Man vergleiche nur die blauen, strotzend angefüllten Venen mit der weniger strotzenden rothen Arterie in beiliegenden Schildkrötenlungen (Nro.7. u. 10.), und der Unterschied wird sich sogleich deutlich genug offenbaren. Denn beiderlei Gefäße liegen hier mit ansehnlichen, leicht vergleichbaren Stammchen zu Tage, und lassen sich ohne alle künstliche Präparation überschauen.
Gesetzt aber, daß wir selbst zugäben, in den menschlichen Lungen seyen die Venen sogar größer, als die Arterien, so bleibt denn doch so viel gewiß und sicher, daß sie nicht um Vieles größer, als in andern Theiken, erscheinen.
. Da wir nun in allen andern Theilen des menschlichen