87

eine Gränze zwischen den Arterien und Venen mir Zuverläs­sigkeit zn bestimmen. ,

Schildkröten - Lungen uehmlich stellen (wie eine beilie­gende sufzeschnittene rechte, und eine unaufgeschnirrene rechte solche Lungen beweisen), im Grunde nur bloß zu einfachen Bläschen erweiterte menschliche vor, doch auf die Art, daß der Bau ihres obern TheilS auffallender, als der Van ihres untern Theiles sich dem Baue d'er menschlichen Lunge nähert. Wenn nehmlich die menschlichen Lungen durchaus in ihrem obersten und untersten Theile gleichartig gebauet erscheinen, und man schlechterdings nicht unterscheiden kann, ob ein aus-' geschnittener Kubikzoll derselben dem obern, oder dem untern Theile der Lunge angehörte, so ist das bei den Schildkröten­lungen sehr viel anders. Denn betrachtet man das Innere' einer der Lange nach halbirten Schildkrötenlunge (wie eine solche beiliegt), so erscheinen im obern Theile derselben häu­fige, vielfächerige Zellchm, welche vom Mittlern Theile an sich nach unten zu an Zahl und Vielfächrigkeit so vermindern und erweitern, daß sie im untersten Theile oder der Spitze der Lunge einfache, zarthäutige Poschen oder halbe Bläschen bilden. Noch weit auffallender aber ist die Aehnlichkeit der Schildkrötenlungen mif den menschlichen, wenn die Lungen ganz zusammengezogen sind. Denn durch die Jusammen- ziehung werden dieZellchen nicht nur verkleinert, sondern auch fast so dicht, als in den menschlichen zusammengedrängt.

Denn eben diese Kleinheit, Dichtigkeit, oder Zusammen-. gedrängtheit des Zellgewebes menschlicher Lungen ist Ursache,