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Es ist bemerkenswerth, daß die Form oder der Typus dieses Blutgefäßnetzes, aus welchem die Luftzellchen beste­hen, sich übemll, wo man es nur in den Lungen betrachtet, auffallend gleicht.

Am allerschönsien, schärfsten und deutlichsten zeigt sich das Gefäßnetz der Lungenzellchen, welches aus sich endigen­den Arterien und aufangeuden Venen besteht, in den zum Theil aus einer feinen Blase gebildeten Lungen der Schild­kröte. (Nro. 7. 9. und ro.)

In dem Präparate (Nro. r r.) nehmlich, welches ein eigenes dazu unter dem Microscope ausgewähltes Stückchen einer Schildkrötenlunge enthält, unterscheidet man das sich endigende, oder gewissermaßen auseinander laufende Atterien- netz, durch seine durchaus rothe Farbe leicht von dem anfau- , genden, in ein blaues Siammchen zusammen laufenden Ve- uennetze. Man vermag daher auch leicht in Gedanken eine Gränze zwischen den Arterien und Venen zu bestimmen.

Da nun dieses Präparat (Nro. 11.) in Hinsicht des zu bezeichnenden Unterschiedes zwischen der Endigung der Ar­terien und dem Anfänge der Venen, zwar seiner Absicht treff­lich entspricht, in Hinsicht aber mancher nicht gefüllten Aest- chen mangelhaft scheint, so zeigt dafür das Präparat (Nro. 13.) das Blutgefäßnetz der Lungenzellchen in feiner höchsten Voll­kommenheit. Allein weil Arterien und Venen gleich gefärbt, und ihre Aestchen sehr gedrängt an einander liegen, so erfor­dert es sowohl mehrere Anstrengung vom. Auge, als schär­fere Prüfung vom Verstands um einen Unterschied oder