bei Beantwortung dieser dritten Frage Schwierigkeiten, welche die Subnlrtat des Gegenstandes mit sich bringt, und welche nur durch vollkommene Einspritzungen, starke Vergrößerung, Nachprüfung, Vergleichung der menschlichen Lungen mit thierischen, und Benutzung schicklicher Gelegenheiten zu über­winden stehen.

Wie sich die Pulmonalarterie in bloß anatomischer Hin­sicht endigt, läßt sich nach ihrer vollkommen gerathenen Ausspritzung mit einer seinen Zinnobermasse, unter einem hinreichend starken Vergrößerungsglase, ziemlich leicht, we­nigstens vollkommen deutlich, sowohl in frischen, als mit we­nig bemerkbarer Veränderung in trockenen Präparaten Nach­weisen.

Nachdem nehmkich die Aeste der Pulmonalarterie regele mäßig sich verfeinernd, anfangs unter sehr spitzen Winkeln, mit ihrem Kleinerwerden allmahlig unter größer« und endlich unter rechten Winkeln entsprungen sind, (Nro.H. 4. 24), erscheinen die feinsten oder letzten Aestchen der Pulmonalarte- rie sämmtlich fast cylindrisch, gleich dick, dicht neben ein­ander liegend, und durch dicht aufeinander folgende Seiten­äste zusammenmündend, so daß sie gleichsam ein äußerst dicht geflochtenes Netz bilden, dessen Lücken oder Fenster nur als Düpfelchen, oder als vertiefte Pünktchen erscheinen. Dieses Arteriennetz gehr in unzertrenntem Zusamenhange in'S Ve­nennetz über, ohne daß man eine Grunze zwischen dem sich endigenden Arteriennetze und dem anfangendeu Venennetze wahrnimmt, sondern nur der Verstand sich eine Gränze zu denken berechtigt hält.