säße unausbleiblich, deutlich angefüllt zu erhalten. Diese entgegengesetzten Einspritzungs-Versuche sind so leicht, so bequem und so nett anzustellen, daß man sich fast jedesmal einen guten Erfolg versprechen darf.

Spürt man alsdann in solchen gehörig injicirten Lungen den Quellen dieses wechselseitigen Uebergehens einer mäßig feinen mit Zinnober gefärbten Wachsmasse aus der Arteria oder Vena bronchiali in die Arteria oder Vena pulmonalis, und umgekehrt aus der Arteria und Vena pulmonali in die Arteria oder Vena bronchialiä mit erforderlicher Vorsichtig­keit und Behutsamkeit nach, so entdeckt man ganz deutlich diese Anastomosen, sowohl zwischen Bronchial- und Pulmo­nal-Arterien, als zwischen den Bronchial- und Pulmonal- Vcnen.

Die Anastomosen zwischen den Bronchial- und Pulmo­nal-Arterien sind auch so bekannt, daß sie bereits vor hun­dert und fünfzig Jahren Rupsch in der Episwlaproblema- tica «exta, Amst. 1656. Tab. 7. Fig, 5. tsi'blldete. Auch Herr von Haller versichert ausdrücklich, sie selbst gefunden zu haben, indem er in der Quartausgabe seiner Elemento- rum Physiologie, Tomo tertio, Lausannae 1766, Libro VIII., sect. II. §. 17. Seite 155. schreibt:Arteria bron- chialis frequenter de aspera arteria quam proxime ob- servat ramus in circum fusum pulmonem emittit, qui cum artericie pulmonalis propaginibus conspicuis et q:.in- tae parte lineae acqualibus anastomosibus misccntur " In

der letzten Ausgabe in Oktav, Lausannae 177S, Tomo