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den Gewißheit zu beantworten, daß nicht der mindeste Zweifel ferner über die Richtigkeit oder Wahrheit der Beantwortung übrig bleiben kann.
Verfolgt man also die auf's beste ausgespritzten vier Bronchialartcrien ( s. Walt er's Angiologisches Handbuch Berlin r^Z-. S. 67.) mit dem Messer, so wird man aller angewendeten Subtilität und Mühe ungeachtet, dennoch (außer den bekannten Aestchen, die gleich Anfang- aus den Srammchen abgehen, ehe selbige in die Substanz der Lun» gen dringen, und von welchen hier keine Rede seyn kann), kein ihnen eigenthümliches Reiserchen entdecken oder darlegen, welches sich bis in's Zellgewebe der Lungen ersireckie, oder gar die Oberfläche der Lunge erreichte. Im Gegen- theile wird man vielmehr bald gewahr, daß die Bronchialarterien gar häufig auS der Pulmonalarterie durch Zweige, die sich in sie ergießen, oder mit ihnen zusammenmünden, Unterstützung erhalten.
Der Weg nämlich aus den Pulmonal-Blutgefäßen in die Bronchial-Blutgefäße, und umgekehrt aus den Bronchial-Blutgefäßen in die Pulmonal-Blutgefäße, ist so frei, so offen, daß es uns niemals in Menschen und Thieren fehlte, bei Gelegenheit der speciellen Anfüllung der Bronchial - Gefäße entweder mir Quecksilber oder einer hinreichend dünnen gefärbten Wachsmasse oder einem tingirten Leimwasser, allemal auch die Pulmonal-BIut- gefaße, und umgekehrt, bei der speciellen Einspritzung der Pulmonal-Blutgefäße zugleich auch die Bronchial-Blutge-