gen an Lungen von Ochsen, Kälbern, Schaafen u. s. f., die in dieser Rücksicht ziemlich den menschlichen gleichen, so zeigt sich an der Schildkröte (Nro. 7. 9. 10.), (welche schon . unser L i e b e r k ü h n zu so mancher schönen Bemerkung über die Lungen, so wie vor ein paar hundert Jahren die Frösche Malpighi benutzte), ganz ^offenbar auf's allereinfachste und überzeugendste der häutige Ban der Lungen. Kaum dringt nämlich die mehrmals im Menschen knorpelige Luft­röhre der Schildkröte in ihre Lunge, so wird sie auch schon in ein häutig bläsi'geS Wesen gleichsam aufgelös't oder ver­wandelt. Ja, ihren obern Theil überzieht die Natur gerade wie andere häutige Säcke mit einem eigenen Fleische, dessen muskelartige Bewegungen man auch im Leben ganz deutlich wahrnimmt. Der Bau der Lungen also, welcher im Men­schen nicht ohne Mühe, oder ohne manche künstliche Vorar­beit enträthselt, oder gewissermaßen mit dem Messer zu Tage geschafft werden kann, liegt hier ganz frei, von selbst schon offenbar zu Tage.

Endlich scheint nach allen diesem, auch dieUeberle- g un g der Erscheinungen im Leben, wo bei'm Einalhmen und Ausathmen das Zellgewebe, oder die Lungenzellchen sich so ansehnlich und so leicht aufblahen und wieder entleeren, die Ueberdenkung des schnellen Entfaltenö der Lungen bei'm neu- gebohrnen Kinde vermmhen zu lassen, daß die feinsten Zweige und die Endigungen der Luftröhre nicht füglich knorpelicht, son­dern häutig seyn dürften. Schwerlich Gnnten die Lungen diese Erscheinungen auf die Art zeigen, wenn selbst die En-