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men, falls man die Ausdehnung nicht übertreibt. Wäre die Lungen-Oberfläche einiger Maßen knorpelicht, so möchte drei schwerlich auf gleiche Art geschehen können; wenigstens ist uns kein knorpeliges Säckchen jemals vorgekommen, wclches fich auf eine gleiche Art verhielte. Dürften analogische Schlüsse von pathologischen Stücken gelten, so könnte man anführen, daß die zart knorpclichteu Hydatiden, die man zu­weilen in der Leber antrifft, sich zwar prall aufblasen lassen, mit Entweichung der Luft aber runzlich wieder Zusammen­gehen, »hne wie die Harnblase im Umfang sich gleichmäßig zu verkleinern oder zusammen zu ziehen.

Auch bei'm Einschneiden mit dem Messer nimmt man in der Oberfläche der Lunge nichts Knorpelichtes wahr, welches sich doch selbst bei den feinsten Knorpeln nicht nur durch ein eigenes sanftes Geknirsche und ein eigenes dabei in den Fingern erregtes Gefühl, sondern vorzüglich durch ein Voneinanderklaffen der Ränder des Einschnittes zu verrathen pflegt, so wie das auch wirklich in den Lungen selbst der Fall ist, aber nur an den Stellen der Luftröhre, wo sich wirklich ein Knorpelstückchen findet, keinesweges aber nahe an ihrer Oberfläche. Die zartesten Einschnitte in den Lungen zeigen durchaus die nämlichen Erscheinungen, wie die in Mem­branen, welche unbezweifelt aus bloßem Zellstoffe bestehen.

Betrachtet man die Lungen nach den gelungensten Ein­spritzungen ihrer Blutgefäße mit der feinsten Zinnober­masse, so wird man schon mit bloßem Auge, noch mehr aber durch's Vergrößerungsglas, wahrnehmen, daß sich die