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renb sich die Gefäße von B!ut entleeren, und von dem Herzen immer weniger zugeschickt bekommen. — Im tobten wirkt nichts als die Elasiicität, und dieser wird durch das ln den Gefäßen starrende Blut, welches die Luftröbrchen ausgedehnt erhält. Widerstand geleistet. Daher sind auch die Lungen in den menschlichen Leichnamen, wo sie ohnehin meistens von Blute strotzen, sehr ausgedehnt; entleert man sie aber von ihrem Blute, durch Ausspritzungen der Gefäße mit warmen Wasser, so werden sie, wenn man sie dann wieder aufbläs't, schnell zusammen sinken.
Die Lunge ist eine contractile, häutige Blase mit engem Halse, aber ausnehmend ausgebreitetem Grunde. Auf dieser Blase zerasteln sich die Blutgefäße so fein, daß kein Blut- theilchcn aus der Arterie in die Vene übergebt, ohne mit der Luft in Berührung gekommen zu seyn. Auf diesem Wege öffnen sich Mündungen in die Luftröhre, durch welche zu gleicher Zeit noch überflüssig gewordue Stoffe in Dampfgestalt entweichen, um mit der Luft aus dem Körper geführt zu werden. Da nun im Fötus dieser Weg noch nicht geöffnet ist, und doch in der Lunge ein Kreislauf statt hat, der sich immer vergrößert, je näher das Kind der Geburt kommt, und daher auch wahrscheinlich eine Erhalation geschieht, so versehen, wie es scheint, derweile die vasa lymphatica die Verrichtung der Expiration, und saugen die Theile aus den Bronchien-Endungen auf, welche das Blut dorthin absetzt. Daher die so leichte Communication der Luftbläschen mit den Lymphgefäßen im Fötus, die hernach mit zunehmendem
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