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Druck sich entleere« lassen, und da dieser Druck nur auf den Umfauz wirken kann, würde diese Entleerung so schnell und so gleichförmig, alS es das Athmen erfordert, von stat­ten gehen können? Wie leicht lassen sich im Gegentheil diese Erscheinungen nach» obiger Darstellung des Baues der Lunge erklären?

Die Lufröhre bildet selbst durch ihre blinden Endigun­gen die sogenannten Luftzellcheu oder Bläschen; kein Säck­chen oder erweitertes Bläschen bildet ihr Ende; denn wäre dieses, was aber der Augenschein schon widerlegt, so würde die Ausdehnung dieses Säckchens einen großem Raum erfor­dern, als das Aestchen, woran es hinge; dadurch könnten diese Endästchen sich nicht dicht aneinander schließen, ihre Anzahl müßte also geringer seyn, die Fläche der Lunge würde also nicht mehr die für ihren Raum größtmögliche Fläche einnehmen.

Da sich nun die Luftröhre bis an's Ende fortsetzt, so be­halt sie ihre Organisation auch bis dorthin.

Die Schleimhaut macht sie luftdicht, und bildet das Ganze der Blase. Jedes Luftröhrchen wird bis an's Ende mit elastischen Fasern bekleidet, und mit Ringfasern, Sphinc- teren, umgeben. Sein Ruhestand ist daher die Con­tra ction. In diesem Zustande ist es denn auch im unge- bohrnen Kinde. Erweitert sich nun die Brusthöhle durch die Inspiration, so dringt die Lust in den leeren Raum, der sich ihr in der Lunge darbietet, besiegt den Widerstand, den ihr die Fasern der Luftröhre entgegen stellen, und dehnt dieselben