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Schon Vienßens hat diese Faden beschrieben, und in Neubauer (Nervi Cardiac. Tab. III. Fig, 17 ) und Wal- ter's Tab. Nerv. Thorac. T. III. Fig. i. sind sie abgebil- det. Andre dergleichen Fäden gehen an verschiedenen Stellen von den Gefäßnerven ab, werfen sich meist über eine Bron- ^'^^'chialdrüse, und verlieren sich dann unter der kleura. Diese Nerven fand ich in gut injicirten Lungen immer mir einem Aestchen der Bronchialarteric begleitet.
So findet man auch von den großen Gefäßen ein Ner- venfädchen an die großen Aeste der Bronchialarteric gehen, welche in den Einschnitten der Lungenlappen hinlaufen. —r Da sie nun freilich gleich so fein werden, daß man sie nicht weit verfolgen kann, so suchte ich ihren Verlauf auf Thiers lungen zu bestätigen, und hier fand ich sie so deutlich, daß sie gar keinen Zweifel übrig lassen können. Man findet nehmlich auf Kalbslungcn auf der hintern Seite der großen Lappen viele Aeste der Bronchialarteric oder von Schlundarterien, welche, ohne in die Substanz der Lunge zu dringen, gleich unter der Oberfläche hinlaufen, und zu dem Adernetze beitragen helfen. An diese Gefäße alle geht nun ein feiner Ast vom achten Paare ab, den man sehr weit auf der Lunge hin verfolgen kann, so daß es für ausgemacht angesehen werden kann, daß das oberflächliche erhalirende Adernetz Nerven mit den Gefäßen erhält.
Das achte Paar scheint daher ausschließlich alle Arten Don Nervenwirkung in der Lunge zu verrichten, auch selbst diejenige, welche in andern Organen allein dem Intercostalis