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osierfiachliäten Netze verlieren sieht, so wirb man gewiß ein- gestebcn müssen, daß die Lunge cm sehr nervenreiches Organ ist, und es ist wobl ein Jrrthum, wenn Haller in seiner lstiyzicstogia T- 111. p. '70. sagt:neque multi, neque Itiagni pulmonis nervi sunt.

Die Nerven der Lunge gehören entweder den Luftröhren oder den Gef' 'en zu. Die, welche in die Bronchien gehen, begleiten meistens die Aeste der Arteria bronchialis, drin­gen mit diesen in die Substanz der Bronchien, laufen schief Zwischen den Membranen hin, und verbreiten sich auf eine, freilich durch kem Mitte! zu entdeckende Art, in der Schleim­haut. So verlaufen sie die ganze Lange der Bronchien hin, und ob sie gleich bald so fein werden, daß man mit keinem Messer mehr sie verfolgen kann, so kann man sie noch auf sehr fernen Bronchien -Aestchen unter dem Microscop gewahr werden, wenn man dre Bronchialarterie injicirt hat, und der

Tah. vi. Spur ihrer feinen Zwerge folgt. Bis an's Ende der Bron-

Fig. 2. '

chien aber ist es schlechterdings unmöglich, sie zu entdecken.

Allem, da sich die Schleimhaut bis an's Ende fortsetzt, so ist es natürlich, daß sie auch ihre Sensibilität behält. Die ' Nervenfäden, welche zu den Gefäßen gehen, laufen ent­weder auf diesen hin, oder umschlingen sie bloß, oder begleiten sie nur, ohne sie zu berühren.

Die, welche auf den Gefäßen hinlaufen, scheinen ei­gentlich denselben anzugehören. Man kann sie der Lange D XVI x>es Gefaster nach sehr weit verfolgen, und wo sie auch

l'ig. c.

schon dem Auge sich wegen ihrer Feinheit entziehen, wird