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lassen, allein man kann auf der andern Seite diesen Mrnr- dungen die Contractilität nicht absprechen, da diese wahrend deS Lebens von dem vorbeifließenden Blute nur die allerfcin- sten, dampfartigen Theilchen durchlassen, und daher, wie ich oben sagte, der Uebergang aus einem Gefäße in das an­dere desto leichter geschieht, je frischer die Lunge ist. Aber auch in der größten Erschlaffung sind diese Mündungen immer noch so fein, daß sie nur ungefärbte Flüssigkeiten durchlassen.

Ich habe nun noch einen Punkt zu beantworten ob: nehmlich die Pulmonalarterie auch zugleich auf der äußern Oberfläche der Lungen eine Feuch­tigkeit absondert?

Wenn die Jnjection der Lungeuarterie recht wohl ge- räth, so. werben dadurch nicht nur die Aeste der Bronchial­arterie, sondern auch das Gefäßnetz unter der Oberfläche so gut angefüllt, wie durch die Vronchialarteric selbst; dieses geschieht nun durch die häufigen Anastomosen.

Diese haben theils an den Stämmen der beiden Arterien, theils durch Endästchen statt.

Tab. xi. An den Stämmen sind sie so beschaffen, daß aus der

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Lungenarterie ein kleines Aestchen, (welches aber doch bei den ersten Anastvmvsen schon nach H aller's Beobachtung f Linie im Durchmesser hat. Elem. Phys. III. p. 155.) etwas rückwärts gegen den nahen Luftröhrenast geht, sich dort in zwei Aeste theilt, wovon einer hinaufzu, der andere hinunter zu, sich mit der Arteria brondiialis vereinigen.