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fern Zufall vorzubeugen, indem er wahrend der Jnjection durch einen Gehülfeu die Lunge abwechselnd aufblasen ließ, um das Athmen nachzuahmen ( de perspir. §. i»8). Die­ses Hülfsmittel gelang ihm Anfangs, allein bald kam dem- ohngeachtet die Flüssigkeit durcll die Bronchien heraus.

Es grebt also einen unmittelbaren Uebergang der Lungen- arterie in die Vene, in welchem aber sich Mündungen in die Bronchien öffnen, welche im Leben"im Stande sind, der vor­bei siießenden Dlutwelle Widerstand zu leisten.

Wie ist nun der Uebergang der Arterie in die Vene?

Auch hier bestätigt sich des scharfsinnigen Bichat's Idee, daß zwischen Arterien und Venen immer ein Netz von Haargefäßen intermediär ist. Wenn die Lungenarterie die Bronchien bis an die letzte Endung verfolgt har, so geht ein Aestchen derselben an jedes Endbläschen, zerrheilt sich in mehrere Aestchen, welche sich auf dem Luftbläschen ausbrei­ten, alle miteinander mehrere Anasiomosen bilden, und auf der andern Seite sammlen sich diese Aestchen wieder in ein einiges Stawmchen, und bilden so den Ursprung der Vene.

Tat,. IX. Um mm dieses deutlich ZU sehen, suche man eine Lunge von einem zwei- bis dreijährigen Kinde, welche etwas ent­zündet ist, zu bekommen, injicire die Lungenarterie mit Hau­senblase, welche man mit sehr fein geriebenem Bleiweiße gefärbt hat, und sehe, ob. die Materie durch die Venen zu­rückkommt; geschieht dieses, so lasse man die Materie erkal­ten, und gieße Quecksilber in die Vrorrchien, trenne dann ein kleines Läppchen los, und bringe es zwischen zwei Glassirei- fen unter das Microscop.