unterscheiden kann, wohin die Brouchial-Vene gelangt, Al­lein die Ausbreitung dieser Vene hat keine bestimmte Norm; zuweilen versieht sie nur die nächsten Bronchialdrüsen an der Lungenwurzel, nebst den großen Gefäßästen, nnd manchmal fehlt sie wohl ganz, und die Venenstämmchen an der Lungen­wurzel kommen in den Linum pulmonalem, wie dies Haller faoc. III. p. 34*> Winslow T IV. p 116, i£o, i2r. und Hildebrandt difs. de pulmone p. 2Z. selbst gesehen haben. ,

Dieser Verlauf der Bronchial-Venchen ist nicht etwa eine Ausnahme, sondern er ist beständig, und findet auch in allen Thieren, die ich zu untersuchen Gelegenheit hatte, statt. Es ist also ein Jrrthum, wenn man eine Bronchial-Vene, die der Arterie in der ganzen Lunge kvrrespondirt, annimmt, und dadurch den Kreislauf dieser Gefäße als ganz verschieden von dem der Lungengefäße ansiehr. Die Anomalie, welche der Ver­lauf dieser Gefäße darbietet, lös't sich in eine sehr weise Anord­nung auf, die ich weiter unten zu enträthseln suchen werde.

Ich beantworte nun die zweite Reihe von Fragen.

Die Bronchialgefäße gehören nicht bloß der knorp- lichten Luftröhre zu, sondern sie erstrecken sich, so weit die Lufröhre reicht, also bis in die Luftbläschen. Sie er­nähren nicht bloß die Luftröhre, sondern alle Theile der Lunge, und tragen auch das meiste zur Absonderung an der Oberfläche der Lunge bei.