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man, wenn die Pleura abgetrocknct worden, nach einiger Zeit auf der ganzen Oberfläche derselben eine unzählige Menge feiner, etwas erhabner Pünctchen wahrnehmen, welches die an der aushauchendeu Mündung durch die Kälte gestandene Materie ist.

Diese Versuche beweisen, daß in dem beschriebenen Netze von Haargefaßchen die Erhalation bereitet wird, und aus demselben die Mündungen, welche sie verrichten, ent­stehen. Wenn die eigentlichen Vasa pulmondlj# noch so gut angefüllr sind, und die Materie ist nicht in dieses Netz übergegangen, so wird nie an der Oberfläche etwas aus- schwitzen; auf der andern Seite findet man in Leichnamen immer, wenn sich auf der Oberfläche der Lunge ein von dem V-rpor verschiedener dichterer Stoff abgesetzt hat, dieses Netz mit Blut ungefüllt, und aus ihm gehen bei Pseudomembra­nen die Gefößchen über.

Was die Denen anbetrifft, welche das Blut aus dm Theilen, wohin es die Bronchial-Arterien geführt haben, zu- rückbringen, so kann ich sie nicht mit Stillschweigen überge­hen, da sie eine Anomalie darbieten, die bisher übersehen, oder nur als Ausnahme angesehen worden ist. Alle Beu­chen nehmlich, welche im größten T h c i l e der Lunge den Bronchial-Arterien korrespondiren, sammle« sich nicht in Tab. xr. diesen analogen Stammen, sondern ergießen sich als sehr kleine Aeste in die Lungen-Be ne auf der ganzen Lange dersel­ben. Nur in der Gegend der Lungenflügel, welche nahe an ihrer Wurzel oder dem Eintritt der großen Gefäße liegt, summ-