Ich gebe zur zweiten Reihe von Fragen über, welche den V e r l a u f und d i e E n d j g u n g der B r o n ch i a l g e- fäße becriffr.
Die Beantwortung dieser Fragen fließt zum Th eil schon üls norbwendiqe Folge aus dem Begriffe, den ich von dem Baue der Luftröhre gegeben habe; denn, hat diese keine bestimmte Gränzen, setzt sie sich mit ihren verschiedenen Geweben bis in die sogenannten Lusrzellchen fort, welche nur das Aggregat ihrer Endästchen sind ; so muffen auch diese Theile bis an's Ende ernährt werden, und eS muß auch auf ihrer ganze» iunern Flache die nehmliche Feuchtigkeit erhalircn, (em Grund, den schon Malpighi für seine Meinung von dem Baue der Lunge angeführt har. Epist. I. de pulinon.), welche diese Fläche glatt und schlüpfrig unterhält.
Die anatomische Untersuchung wird diesen Schluß bekräftigen.
Dle Brvnchial-Arterieu sind die Vasa nutritia d er ga n- Zen Lunge, alte ihre TKeile empfangen Aeste von ihnen; ich will sie daher zuerst auf den Bronchien selbst bis au's Ende verfolgen, uno dann noch die Seirenäsie, welche zu den andern Therlen hingehen, untersuchen.
Ihre Stämme schmiegen sich an die Luftröhren -Aeste an, umschlingen drese vielfältig, so daß sie bald oben, bald unren hinlaufen, geben für. jeden adgchenden Ast auch ein "neues Aeftcyen, und folgen den Bronchien bis an ihr Ende, wo sie aber so ausnehmend sein werden, daß es nur sehr selten glückt, farbigte Materie bls gegen das Ende zu treiben;